Freitag · 16.11.18 · 20 Uhr

Pfarrkirche St. Johannes Willich-Anrath

Sonntag · 18.11.18 · 18 Uhr

Friedenskirche Krefeld (Luisenplatz)

„Joshua“ – Händels herausragendes Meisterwerk in Anrath und Krefeld

Himmlische Musik, Siegesklang und Freude verspricht das „Willicher MusikProjekt“ bei der ­Aufführung von Händels „Joshua“. Einer der spekta­kulärsten Helden des Alten Testaments, der Nachfolger von Moses, brachte mit den ­berühmten Posaunen von Jericho die Mauern dieser Stadt zum Einsturz. Unter seiner Führung eroberte das Heer der Israeliten das gelobte Land Kanaan.

Händel ging im Sommer 1747 mit Feuereifer daran, diese biblische Geschichte in gewaltige, farben­prächtige Töne zu kleiden. Nach vier Wochen war das Werk vollbracht. Es sollte eines der erfolgreichsten Oratorien zu Händels Lebzeiten werden.

Indem er auch die Liebesgeschichte zwischen dem jungen Hauptmann Othniel und der ­schönen ­Achsah in seine Komposition aufnahm, ­konnte Händel sämtliche Register seiner Kunst ­ziehen: Prachtvolle Pauken- und Trompetenklänge, ­Freuden-, Jubel- und Trauerchöre, virtuose ­Arien, anrührende Liebesduette und der später als „Tochter Zion“ berühmt gewordene Choral. Die Arie der Achsah „Oh! Had I Jubal’s lyre“ ist bis heute eine der berühmtesten Koloraturarien überhaupt.

Die tragende Rolle im „Joshua“ kommt aber dem Chor zu, der das Volk Israel verkörpert. Im Zusammenklang mit dem farbig und groß ­besetzten ­Orchester erfindet Händel hier eine expressive musikalische Klangsprache, um das ­Durchschreiten des Roten Meeres, den Fall der Mauern von Jericho oder den Stillstand der Sonne nahezu bildhaft aufzuzeigen.

Die Emmaus-Kantorei, das Willicher ­MusikProjekt und die Camerata Louis Spohr Düsseldorf setzen ihre bewährte Zusammenarbeit unter Leitung von Kreiskantor Klaus-Peter Pfeifer fort. Nach dem „Messias“, „Acis und Galatea“ und „Samson“ ist dies das vierte große Händel-Werk im Programm der über 100 Sängerinnen und Sänger.

 

Die Solisten sind allesamt Spezialisten im Bereich der barocken Musik. Es singen Christina Kühne (Sopran), Michael Lieb (Altus), Mark Heines (Tenor) und  Gregor Finke (Bass). Der Engel wird von einem Knabensopran gesungen.

Für eine besonders farbige Ausgestaltung der begleitenden Generalbass-Instrumente sorgen Jens-Peter Enk (Orgel), Christoph Lehmann (Cembalo) und Yamato Hasumi (Theorbe).